Archiv für das Tag: ‘Muttermilch’

Stillen - ja oder nein?

Für werdende Mütter stellt sich früher oder später die Frage, ob sie ihr Kind stillen wollen. Im Folgenden lesen Sie einige Vor- und Nachteile des Stillens.

Vorteile von Stillen

Stärkung des Immunsystems

Ein wesentlicher Vorteil beim Stillen ist, dass Kinder die mit Muttermilch ernährt werden wesentlich seltener krank sind als Babys, die mit künstlicher Säuglingsnahrung ernährt werden. Das liegt daran, dass in der Muttermilch Antikörper enthalten sind, die das Immunsystem des Babys stärken. Dies ist vor Allem kurz nach der Geburt von besonderer Bedeutung, da das Kind seine eigenen Antikörper erst bilden kann, wenn es Kontakt zu Krankheitserregern hatte. Da dies allerdings eine ganze Weile dauert, ist es aus gesundheitlicher Sicht sinnvoll sein Kind zu Stillen.

Gesundheitsvorteil für die Mutter

Stillt eine Mutter ihr Kind, so wird die Ausschüttung des Hormons Oxytocin angeregt. Dieses löst zum einen Wohlbefinden aus, und regt zum anderen den Wochenfluss und die Rückbildung der Gebärmutter an. Weiterhin haben Frauen, die einmal gestillt haben, ein niedrigeres Risiko an Brustkrebs zu erkranken.

Kosten- und Zeitersparnis

Stillen macht das Füttern Ihres Babys besonders einfach, denn so fällt das lästige Fläschchen vorbereiten einfach weg. Außerdem ist die Milch jederzeit verfügbar. Auch um die Temperatur der Nahrung muss man sich keine weiteren Gedanken machen, denn die Muttermilch hat von vornherein die richtige Wärme. Stillen spart bares Geld. Denn künstliche Babynahrung kann in den ersten sechs Monaten kann bis zu 800 Euro Kosten verursachen, die sinnvoller in die Ausstattung des Kindes investiert wären.

Bindung zwischen Mutter und Kind

Stillen stärkt natürlich auch die emotionale Bindung zwischen Mutter und Kind. Der intensive Körper- und Blickkontakt ist besonders am Anfang wichtig für das Baby, denn dies fördert die geistige und körperliche Entwicklung. Das Kind lernt so schnell die Mutter zu erkennen und lässt sich dadurch auch leichter von ihr beruhigen.

Nachteile vom Stillen

Einschränkungen

Stillen bedeutet unter Umständen aber auch einige Einschränkungen für die Mutter. Sie muss stets bei ihrem Kind sein und kann sich maximal drei Stunden von ihm getrennt aufhalten. Für manche Frauen ist es auch unangenehm in der Öffentlichkeit oder im Beisein Dritter zu Stillen. Deshalb sind sie auf ein privates Umfeld angewiesen. Außerdem ist natürlich während der Stillzeit von Nikotin und ähnlichem abzusehen. Auch auf die Ernährung sollte die Mutter besonders achten.

Gesundheitliche Gegenargumente

Manche Mütter haben auch zu viel Milch und in Folge dessen dann auch Druckschmerzen. Dies ist natürlich unangenehm. Außerdem kann es zu Milchstau kommen, der wiederum zu einer Brustentzündung führen kann. Dies kann dazu führen, dass man mit dem Stillen aufhören muss.

Zudem empfiehlt es sich beim Stillen ein Stillkissen zu verwenden, dieses ist für beide Seiten, Mutter und Kind, bequemer.


Ägyptische Stillrichtlinien

Während unseres Aufenthaltes lernen wir auf einem Spaziergang eine ägyptische Großfamilie kennen. Die Leute leben sehr einfach, sprechen durch den Kontakt mit den Touristen jedoch leidlich gut englisch. Da unser Sohn blond ist, werden wir sehr häufig von fremden Menschen angesprochen. Die meisten möchten unserem Sohn einfach nur übers Haar streicheln. Doch mit dieser Familie kommen wir ins Gespräch. Die Männer bitten meinen Mann zu sich herein und ich bleibe mit unserem Sohn draußen bei den Frauen.


Wie lange Stillen?
Die erste Frage, die mein Mann drinnen zu hören bekommt ist die, ob ich denn unseren Sohn auch anständig stillen würde. Offenbar haben sie schon gehört, daß westliche Frauen das nicht so gern tun. Als mein Mann bejaht, sind sie zufrieden. Dasselbe werde ich draußen von den Frauen auch gefragt. Sie erklären mir darauf hin, dass man ein Kind unbedingt drei Jahre lang stillen müsse. Nie werde ich dieses Erlebnis vergessen und gestillt habe ich unseren Sohn - drei Jahre lang.


Was tun, wenn die Milch (aus)läuft?

Was tun, wenn die Milch ausläuft?

Was tun, wenn die Milch ausläuft?

Stilleinlagen kannte ich bislang nicht einmal aus der Werbung, denn ich hätte nie auf solche Produkte geachtet. Doch bei meinem ersten Kind war ich wirklich froh, dass es diese praktischen Helferlein gab. Man kann fast sagen, dass bei jeder Stillmahlzeit die gleiche Menge Milch auf der anderen Seite herausgekommen ist. Gut, dass es Stilleinlagen gibt! (Dachte ich damals.) Beim zweiten Kind habe ich meine Brüste “erzogen” und trainiert und keine einzige Stilleinlage mehr gebraucht.


Wie das geht? Sobald die Milch einschießt und diejenige Brust zu rinnen beginnt, an der nicht gestillt wird, mit der flachen Hand für einige Sekunden draufdrücken. Das unterbindet den Milchspendereflex. Manche Frauen bevorzugen es, die Brustwarze der “inaktiven” Brust ganz einfach für einige Sekunden “hochzuklappen”. Wie auch immer, praktisch ist, wenn man als stillende Frau nicht auf Stilleinlagen angewiesen ist und seinen Körper unter Kontrolle hat. Denn nichts ist peinlicher, als oben “auszulaufen”. Von hässlichen Flecken ganz abgesehen, fühlt sich ein nasses Shirt vor allem im Winter auch höchst unangenehm an. Übrigens: Auch zur Menstruation kann man fast ohne Tampons bzw. Einlagen auskommen. Die Gebärmutter ist der perfekte Muskel, was sie nicht zuletzt bei der Geburt unter Beweis stellt.


Auch die monatliche Blutung kann man so steuern und beim Klogang während der “Tage” gezielt “loslassen”. Oftmals verschwinden auf diese Weise Regelschmerzen und Krämpfe von ganz alleine (persönliche Beobachtung).