So müde …
Die stillende Mutter in einem Morgenbrief an ihr 14 Monate altes Baby:
„Schlaff, Kindlein, schlaff. Deine Mama ist heute müde. Warum? Du warst durstig in der Nacht, Dein Mund hat Dir weh getan, weil Du neue Zähnchen bekommst. Wie ein Luchs spitze ich die Ohren, wenn von Dir auch nur der leiseste Hinweis darauf kommt, dass Du stillen möchtest. Wenn Du schmatzt, Dich hin und her wälzt, etwas dumpf „Mammama“ vor Dich hin mümmelst. Natürlich brauche ich kein Stillkissen, um Dich anzulegen. Keinen Still-BH, keine Stilleinlagen, keine Creme für die Brustwarzen, kein Licht beim Stillen, keine Stillberaterin, die ich nachts anrufe, kein Stillshirt, keine Milchpumpe, keine Stillhütchen - und dennoch, obwohl bei uns inzwischen alles vollautomatisch abläuft, weckst Du mich. Trinkst Deine Portion und möchtest danach wieder schlafen.
Ein kleiner Trost: Auch ich schlafe danach prompt wieder ein, gnädig sind die Stillhormone. Und da ich nachts nicht aus dem Bett aufstehen muss, bemerke ich Deinen Appetit nur unterbewusst. Trotzdem, liebes Baby, Du bist jetzt 14 Monate alt und darfst bald, sehr bald, so gut schlafen, dass wir uns beide nicht mehr gegenseitig wecken. Es küsst Dich, Deine Mama.“