Archiv für das Tag: ‘Vorteile Stillen’

Nächtliche Abenteuer & Stillen

Das Baby weint! Es ist eine Woche alt und gerade erst vor einer Stunde gestillt worden. Die Windeln sind auch nicht voll. Das Baby ist untröstlich und kann nicht schlafen…..die verzweifelten Eltern, die schon im Bett liegen, auch nicht. Aber gestillt wurde es ja gerade, dass kann es also wirklich nicht sein. Doch was ist es dann? Die Zeiger der Uhr wandern langsam, aber stetig. Es ist schon 22:30 Uhr und das Baby weint noch immer. Der Papa glaubt, das das Baby vielleicht einschläft, wenn er es spazieren trägt. Gesagt, getan. Papa steht auf, zieht sich an und verschwindet mit dem weinenden Kind auf den nächtlichen Straßen von Berlin Mitte. Das Weinen wird immer leiser. Wie schön, seelig und sanft gleite ich in einen leichten Schlaf. Gleich wird der Papa das tief schlafende Kind zurückbringen und alles wird gut sein.

Dem Stillen sei Dank….
Schon höre ich die schweren Schritte meines Mannes auf der Treppe, doch was ist das? Das Schreien beginnt aufs Neue. Oh mein Gott, wie soll das nur weitergehen….??? Die Tür geht auf, der entnervte Papa legt seiner müden Frau das Kind ins Bett und sagt: „Mir ist jetzt völlig egal was Du denkst und wann dieses Kind zum letzten Mal getrunken hat! Du stillst es jetzt einfach!“ Solch freundlicher Aufforderung kann man nachts einfach nicht widersprechen. Also lege ich das Kind, das gierig nach der Brust schnappt an, es trinkt ein wenig und schläft zufrieden ein.


Ägyptische Stillrichtlinien

Während unseres Aufenthaltes lernen wir auf einem Spaziergang eine ägyptische Großfamilie kennen. Die Leute leben sehr einfach, sprechen durch den Kontakt mit den Touristen jedoch leidlich gut englisch. Da unser Sohn blond ist, werden wir sehr häufig von fremden Menschen angesprochen. Die meisten möchten unserem Sohn einfach nur übers Haar streicheln. Doch mit dieser Familie kommen wir ins Gespräch. Die Männer bitten meinen Mann zu sich herein und ich bleibe mit unserem Sohn draußen bei den Frauen.


Wie lange Stillen?
Die erste Frage, die mein Mann drinnen zu hören bekommt ist die, ob ich denn unseren Sohn auch anständig stillen würde. Offenbar haben sie schon gehört, daß westliche Frauen das nicht so gern tun. Als mein Mann bejaht, sind sie zufrieden. Dasselbe werde ich draußen von den Frauen auch gefragt. Sie erklären mir darauf hin, dass man ein Kind unbedingt drei Jahre lang stillen müsse. Nie werde ich dieses Erlebnis vergessen und gestillt habe ich unseren Sohn - drei Jahre lang.


Flexibilität auf Reisen dank Stillen

Flexibilität auf Reisen dank Stillen

Flexibilität auf Reisen dank Stillen

Es ist Herbst und wir haben ein anstrengendes Jahr hinter uns. Nun wollen wir mit unserem knapp einjährigen Sohn endlich in den Urlaub fahren. Unsere Wahl fällt auf Ägypten. Doch die gesamte Familie kommentiert unseren Plan mit Kopfschütteln. Wie könne man so unverantwortlich sein und ob wir wüssten das ein Reisedurchfall mit kleinem Kind schnell im Krankenhaus enden könne, waren noch die netteren Kommentare. Doch unser Plan steht fest, wir wollen nach Luxor und ins Tal der Könige reisen. Das Hotel einer schweizer Kette ist schnell gebucht und wir freuen uns auf eine herrliche Woche im Sonnenschein. Kaum angekommen, erkundet unser Sohn, der gerade beginnt, sich aufzurichten, den Fußboden des Flughafens von Luxor. Da alles ziemlich gepflegt aussieht lassen wir ihn gewähren.

Muttermilch ist die beste Nahrung für ein Baby
Im Hotel genießen wir das köstliche Essen und den herrlichen Abend. Obwohl wir auf Salate weitestgehend verzichten und nur im Hotel essen, macht sich bei uns nach 3 Tagen der übliche Reisedurchfall bemerkbar. Wir verbringen abwechselnd zwei Tage im Bett. Einer muss jeweils auf unseren munteren Sohn aufpassen. Der war nämlich die ganze Zeit über quietschfidel und blieb als einziger gesund. Er wurde zu dieser Zeit noch mehrmals täglich gestillt.


Unterwegs stillen - so praktisch!

Unterwegs stillen

Unterwegs stillen

Neulich, im Zug, habe ich folgende Szene beobachtet: Eine Frau hat ein quengeliges Baby bei sich, das Baby fängt an zu raunzen und zu schmatzen, es hat offenbar Hunger. Umständlich zieht nun die Frau Milchpulver, eine Thermoskanne und eine Mineralwasserflasche aus ihrem Rucksack (das Zugabteil ist komplett voll) und fängt an, neben dem inzwischen schreienden Kind das Fläschchen zu bereiten.


Hin- und hergeschwenkt, kaltes Wasser nachgegossen, das Baby plärrt wie am Spieß. Nun will sie die Flasche geben, doch das Kind lässt sich fast nicht beruhigen. Es wirft den Kopf nach hinten und ist schon krebsrot angelaufen. Irgendwie schafft sie es dann doch, den Sauger im Mund des Babys zu platzieren und ein Teil des Flascheninhalts wird getrunken. Der Rest wandert später vermutlich in den Müll, denn Fertigmilch kann ja nicht lange aufbewahrt werden in angerührter Form.


Stillen macht Sie auch unterwegs maximal flexibel
Ich bin an diesem Tag auch mit Baby unterwegs, zusätzlich habe ich meine 3,5-jährige Tochter dabei. Als mein Baby zu schmatzen anfängt, ziehe ich diskret das T-Shirt nach oben, lasse die Kleine “andocken” und lege zum Schutz vor fremden Blicken eine Mullwindel über das kindliche Köpfchen. Einige Minuten später “fällt” mein Baby vom Busen ab und schläft friedlich. Das T-Shirt bringe ich zurück an meinen Platz - die Lektüre meiner Zeitschrift musste ich nicht unterbrechen. Wie einfach alles sein kann…..


Weitere Website rund um Schwangerschaft, Stillen und Baby finden Sie auch auf: Babylinks.at - Das Webverzeichnis zu Schwangerschaft, Geburt, Baby und Familie