Nächtliche Abenteuer & Stillen
Das Baby weint! Es ist eine Woche alt und gerade erst vor einer Stunde gestillt worden. Die Windeln sind auch nicht voll. Das Baby ist untröstlich und kann nicht schlafen…..die verzweifelten Eltern, die schon im Bett liegen, auch nicht. Aber gestillt wurde es ja gerade, dass kann es also wirklich nicht sein. Doch was ist es dann? Die Zeiger der Uhr wandern langsam, aber stetig. Es ist schon 22:30 Uhr und das Baby weint noch immer. Der Papa glaubt, das das Baby vielleicht einschläft, wenn er es spazieren trägt. Gesagt, getan. Papa steht auf, zieht sich an und verschwindet mit dem weinenden Kind auf den nächtlichen Straßen von Berlin Mitte. Das Weinen wird immer leiser. Wie schön, seelig und sanft gleite ich in einen leichten Schlaf. Gleich wird der Papa das tief schlafende Kind zurückbringen und alles wird gut sein.
Dem Stillen sei Dank….
Schon höre ich die schweren Schritte meines Mannes auf der Treppe, doch was ist das? Das Schreien beginnt aufs Neue. Oh mein Gott, wie soll das nur weitergehen….??? Die Tür geht auf, der entnervte Papa legt seiner müden Frau das Kind ins Bett und sagt: „Mir ist jetzt völlig egal was Du denkst und wann dieses Kind zum letzten Mal getrunken hat! Du stillst es jetzt einfach!“ Solch freundlicher Aufforderung kann man nachts einfach nicht widersprechen. Also lege ich das Kind, das gierig nach der Brust schnappt an, es trinkt ein wenig und schläft zufrieden ein.

